Sportabzeichen

Jeweils im Monat April an einem Samstagnachmittag treffen sich die Sportabzeichenprüfer und Sportabzeichenprüferinnen der Vereine und Schulen vom Hohenlohekreis, um die Urkunden, Preise und Geschenke vom jährlichen Sportabzeichenwettbewerb des WLSB und des Sportkreises in Empfang zu nehmen.

Das Treffen der Sportabzeichenprüferinnen und der Sportabzeichenprüfer mit Vergabe der Urkunden, Preise und Geschenken fand am 29. April 2017 um 14.30 Uhr im Bürgerhaus in Garnberg statt.

Im Sportkreis Hohenlohe ist der Referent für das Deutsche Sportabzeichen
Thomas Berendt
berendt@sportkreis-hohenlohe.de
     
Das Deutsche Sportabzeichen und das Jugendsportabzeichen sind als sportliche Ehrenzeichen des Deutschen Olympischen Sportbundes besonders geschützt und werden verliehen für vielseitige körperliche Leistungsfähigkeit. Eine Mitgliedschaft in einem Sportverein ist dazu nicht erforderlich.

Bericht zum Sportabzeichenprüfertreffen am Samstag, den 29. April 2017 im Bürgerhaus in Garnberg

Sportabzeichenprüfertreffen 2017

Am vergangenen Samstag begrüßten Sportkreisvizepräsident Gerhard Rudolph und Sportabzeichenreferent Thomas Berendt im Bürgerhaus in Garnberg rund 60 Prüferinnen, Prüfer und Sportabzeichenabsolventen, die der Einladung des Sportkreises gefolgt waren. Die SG Garnberg bewirtete die Gäste mit Kaffee, Getränken und einem vielfältigen, köstlichen Kuchenbüffet.

Gerhard Rudolph überbrachte die Grüße des Sportkreises und bedankte sich bei den Sportabzeichenprüferinnen und Sportabzeichenprüfern für ihr Engagement und ihren Leistungen zum Wohle des Sports. Das Ablegen des Sportabzeichens zeigt jedem seine Leistungsfähigkeit auf und trägt zur Gesundheitsförderung bei. Dies unterstützen die Prüferinnen und Prüfer mit ihrer Tätigkeit, oft genug bei Wind und Wetter, vor Ort. Sein Dank galt insbesondere auch den Sponsoren, der Sparkasse Hohenlohekreis, sowie der Firma Ebm-papst für die Förderung des Breitensports. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung nahmen Gerhard Rudolph und Präsidiumsmitglied Doris Baumann die zahlreichen Ehrungen vor.

Florian Welk, 2. Vorsitzender der SG Garnberg, begrüße die Gäste im Namen des Vereins, der im vergangenen Jahr sein 60-jähriges Jubiläum feiern konnte. Die 60 Gründungsmitglieder entwickelten den Verein stetig, der heute über 400 Mitglieder zählt. Die große Aufgabe einen Verein zu führen teilt sich eine junge Vorstandschaft mit einem Durchschnittsalter von unter 30 Jahren, ständig motiviert, die Angebote des Vereins zu erweitern und zu verbessern. Insbesondere dem Nachwuchs mit der Anschaffung neuer Materialen und Geräten sowie mit der Ausrichtung zahlreicher Events allen Mitgliedern gerecht zu werden. Florian Welk dankte den Prüferinnen und Prüfern und lobte ihren Einsatz als wichtigen Bestandteil der Vereinsarbeit.

Mit dem Motto des Sportabzeichensaison 2016 „Stell dich deiner Herausforderung! Das Ergebnis entscheidet über Bronze, Silber oder Gold,“ begrüßte Thomas Berendt die Teilnehmer. Obwohl 2016 weniger Vereine im Sportkreis teilgenommen hatten, stieg die Gesamtteilnehmerzahl gegenüber 2015 um 33 auf 1.585. Das beweist, dass trotz der Neuausrichtung des Sportabzeichens weiterhin Interesse am Vielseitigkeitsport besteht. und von den Hohenlohern gut angenommen wird. Der DOSB und die Ländergremien müssen jedoch bestrebt sein, ansprechende und sinnvolle Disziplinen anzubieten und gegebenenfalls zu überarbeiten, die von den Teilnehmern bewältigt werden können. Hatte der WLSB 2015 noch 51.753 Teilnahmen am DSA, so sind die Teilnahmen 2016 auf 50.949 gesunken. Hier ist noch keine Trendwende der letzten Jahre zu erkennen. Erfreulich dagegen ist die Verdoppelung der Teilnehmerzahl bei den Menschen mit Behinderung. Seit 2013 stieg die Zahl von 174 auf 338. In der Rankingliste der 24 Sportkreise des WLSB haben die kleinen Sportkreise klar die Nase vorn. Der Sportkreis Hohenlohe belegt hinter dem Sportkreis Bad Mergentheim mit 4,4 % Teilnahmen den 2. Platz in Württemberg.

Im Sportkreis Hohenlohe haben im Jahr 2016 25 Vereine (71 %/1.124 Sportabzeichen) und 10 Schulen (29 %/461 Sportabzeichen) an der Aktion Sportabzeichen teilgenommen mit einem beachtlichen Ergebnis von insgesamt 1.585 Sportabzeichen. Die Teilnahme von 89 Familien, die zusammen 330 Sportabzeichen ablegten, ist das Spitzenergebnis in Württemberg.

Beim Schulwettbewerb des WSLB haben 9 Schulen teilgenommen. Leider sind hier weiterhin abnehmende Zahlen festzustellen. Viele Schulen sind einfach nicht mehr nur auf den Sport ausgerichtet. Die Problematik liegt nicht nur am DAS und den Bundesjugendspielen, auch das Schwimmen beziehungsweise der Schwimmnachweis stellt eine Hürde für eine erfolgreiche Teilnahme dar. Die Grundschule Untersteinbach erreichte mit 55 abgelegten Sportabzeichen den 1. Platz.

Den Vereinswettbewerb gewann, immer im Verhältnis zu den Mitgliederzahlen der Vereine, einmal mehr der TSV Weißbach mit 82 erfolgreich abgelegten Sportabzeichen. Zweiter wurde der SC Kocherstetten mit 70 bestandenen Prüfungen. Den 3. Platz erreichte der TSV Niedernhall mit 154 Sportabzeichen.

Besonders erfreulich ist im Sportkreis die große Teilnahme am Familienwettbewerb. Auch hier lag der TSV Weißbach mit 14 teilgenommenen Familien ganz vorne. Die Familie Foss/Braun/Gruna verdient hierbei mit 12 teilgenommenen Familienmitgliedern besondere Anerkennung.

Thomas Berendt beglückwünschte alle Teilnehmer am Deutschen Sportabzeichen, dankte allen Prüferinnen und Prüfer, sowie den Stützpunktleitern in den Vereinen und Schulen für die erbrachten Leistungen im Jahr 2016. Den derzeit 170 Prüferinnen und Prüfer mit gültiger Lizenz zur Abnahme des Deutschen Sportabzeichens. sprach Thomas Berendt ein ganz besonderes Dankeschön für ihre vorbildliche und anerkennenswerte Arbeit aus.

Ehrengabe des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB):

Eine Urkunde und ein Präsent des Sportkreises erhielten für 25-maliges Ablegen des Deutschen Sportabzeichens: Ludwig Saur/SSV Gaisbach, Edwin Syskowski/TSV Kupferzell, für 30-maliges Ablegen des DSA: Erwin Offenhäuser/TSV Kupferzell, für 35-maliges Ablegen des DSA: Otto Hafner/SG Sindringen, für 40-maliges Ablegen des DAS: Inge Mettendorfer/TSV Niedernhall, Leni Mäder/TSV Niedernhall und Brigitte Obernosterer/TSV Niedernhall.

Ehrungen des WLSB:

Für ihre 10-jährige aktive Sportabzeichen-Prüfertätigkeit wurden mit der WLSB-Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet: Peter Lippold/Gemeinschaftsschule Kupferzell, Eckhardt Herrmann/TSG Öhringen, Monika Salzer/TSV Kupferzell, Gudrun Schnell/TSV Neuenstein

Für 20-jährige Prüfertätigkeit erhielten die WLSB-Ehrennadel in Silber: Rolf Marmein/SSV Ernsbach, Hermann Dürr/TSV Untersteinach

Für 30-jährige Prüfertätigkeit wurde Petra Gebert/TSV Neuenstein mit der Sportkreis-Ehrennadel in Gold geehrt.

Tipps zum Sportabzeichen

Tipps für alle Laufdisziplinen

Wichtig: Um ein optimales Trainings-Ergebnis zu erzielen raten wir Dir einen Sportabzeichen-Treff aufzusuchen und unter Anleitung eines erfahrenen Lauftrainers, Vereinstrainers oder Leichtathletiktrainers zu trainieren, der einen auf die Feinheiten der Ausübung aufmerksam macht und so lange korrigiert, bis die Übungen sitzen. Hier wird Dir ein individueller Trainingsplan zusammengestellt, der auf Deine Leistung abgestimmt ist.

Das Lauf ABC

Lauf-ABC-Übungen, auch Laufschule genannt, sind grundlegende Technikübungen, mit denen ein jeder seinen Laufstil schulen und aktive Verletzungsprophylaxe betreiben kann. Wenn auch nicht täglich, so sollten doch mindestens zweimal pro Woche Lauf-ABC-Übungen in den Trainingsalltag aller Hobbyläufer Einzug finden.

Das A und O beim Lauf- und Sprung-ABC ist die korrekte Bewegungsausführung. Optimal wäre es, wenn Du Dir einen erfahrenen Trainer oder Läufer zur Seite stellst, der Dir bei den ersten Versuchen eine Rückmeldung gibt. Hierfür empfehlen wir einen Sportabzeichen-Treff in der Nähe zu suchen und unter fachkundiger Anleitung zu trainieren.

Keinen Sinn macht es, das Lauf-ABC nach einem langen Dauerlauf durchzuführen, weil Deine Muskulatur dann zu müde für diese schnellkräftigen Übungen ist. Optimal ist es, das Lauf- ABC nach einer kurzen Einlaufzeit dem eigentlichen Training voranzustellen. Du kannst dabei auch Übungen kombinieren – zum Beispiel 25 Meter Skippings mit 25 Metern Anfersen. "

Die wichtigsten Übungen

  1. Fußgelenksarbeit
    Mit nur wenig Vortrieb werden die Knie abwechselnd leicht nach oben geführt. Das Durchdrücken des Fußes wird betont. Die Fußspitze des gehobenen Beines zeigt auf den Boden. Auch das Aufsetzen des Fußes erfolgt aktiv, mit dem Vorfuß beginnend, berührt auch die Ferse kurz den Boden. Die Arme sind angewinkelt, die Armbewegung unterstützt die Beinbewegung, die Hüfte geht beweglich mit.

  2. Skippings (Kniehebelauf)
    Mit hoher Schrittfrequenz und geringem Raumgewinn die Knie nach oben bringen. Oberschenkel und Oberkörper bilden am höchsten Punkt einen rechten Winkel. Der Fußaufsatz erfolgt über den Vorfuß. Die Armbewegung unterstützt die Beinbewegung, die Hüfte dreht beweglich mit.

  3. Anfersen
    Beim Anfersen erfolgt ein verstärkter Abdruck aus dem Fußgelenk und der Wade. Dadurch schwingt die Ferse bis zum Gesäß, das angewinkelte Knie zeigt nach untern. Die Arme werden im 90 Grad Winkel aktiv mitgeführt. Der Oberkörper ist gerade oder leicht nach vorne gebeugt.

  4. Hopserlauf
    Beim Hopserlauf wird das Knie kraftvoll hoch gezogen. Der Raumgewinn ist gering. Die Arme schwingen aktiv nach oben (nicht nach vorne), greifen in den Himmel und unterstützen aktiv den Absprung. Der Rumpf und Kopf bleiben aufrecht, der Oberschenkel des Schwungbeins wird bis zur Waagerechten gehoben.

  5. Sprunglauf
    Der Sprunglauf geht in die Weite. Der Abdruck erfolg kraftvoll, das Bein wird maximal gestreckt, das andere Bein schwingt nach vorne (nicht nach oben). Die Armbewegung geht bewusst aktiv nach vorne und unterstützt den Absprung. In der Flugphase ist der Oberschenkel waagerecht.

  6. Seitschritte
    Die Bewegungsrichtung ist seitlich, die Beine werden abwechselnd gespreizt und wieder angezogen. Die Schritte sind klein, bei hoher Frequenz.

  7. Wechselschritte (Überkreuzen)
    Beim seitlichen Überkreuzen wird das Bein abwechselnd vor und hinter dem anderen Bein seitwärts angestellt. Die Arme sind seitlich ausgestreckt und parallel zum Boden. Die Hüfte unterstützt aktiv die Seitbewegung und dreht dabei um annähernd 180 Grad. Die koordinativ anspruchsvolle Übung erfordert am Anfang etwas Geduld.

  8. Rückwärtslaufen
    Das Rückwärtslaufen erfolgt wahlweise mit kurzen Schritten langsam oder langen Schritten schnell. Die Arme werden aktiv bewegt.

  9. Steigerungslauf
    Steigerungsläufe beginnen mit langsamem Lauftempo und steigern sich bis zum Sprint. Ein Steigerungslauf geht über Distanzen von 80 bis 150 Metern, gerne leicht bergauf. Die bewusste Durchführung des korrekten Laufstils ist hier wichtig: Kopf und Rumpf aufrecht, Arme angewinkelt, kraftvoller Armschwung, Fußaufsatz auf dem Ballen und das nicht nur bei langsamen Tempo sondern auch noch bei 95 Prozent der maximalen Geschwindigkeit.

Es gibt weit mehr Übungen als die vorgestellten neun Stück, auch Kombinationen aus den oben genannten sind möglich. Doch nicht die Menge und Abwechslung macht den Erfolg aus, es zählt allein die Konsequenz und Regelmäßigkeit der Durchführung.

Schuhwerk

Als eigenständiges Training werden Lauf-ABC-Übungen entweder barfuß oder mit leichten Wettkampfschuhen, bzw. sogenannten Light-Weight-Trainer Schuhen durchgeführt. Auch Neoprenschuhe, aus dem Surfsport bekannt, bieten sich an. Werden Lauf-ABC-Übungen zum Abschluss einer normalen Laufeinheit eingebaut, erfolgen diese natürlich in den vorhandenen Trainingsschuhen."


Tipps für alle Schwimmdisziplinen

Wichtig: Um ein optimales Trainings-Ergebnis zu erzielen raten wir Dir einen Sportabzeichen-Treff aufzusuchen und unter Anleitung eines erfahrenen Schwimmtrainers zu trainieren, der einen auf die Feinheiten der Ausübung aufmerksam macht und so lange korrigiert, bis die Übungen sitzen. Hier wird Dir ein individueller Trainingsplan zusammengestellt, der auf Deine Leistung abgestimmt ist.

Um die geforderte Leistung für das Sportabzeichen im Schwimmen zu erbringen ist es egal mit welcher Schwimmtechnik du schwimmst. Du kannst wählen zwischen Brust, Kraul, Rücken oder Delfin. Die schnellste Schwimmtechnik ist Kraul. Wenn du diese beherrschst wirst du die geforderten Zeiten schaffen. Nachfolgend möchten wir Dir für diese Technik 5 Tipps geben, die Deine Schwimmleistung verbessern werden. Wenn Du Deine Disziplinen in einer anderen Schwimmtechnik ablegen möchtest, kannst Du Dir weitere Tipps bei einem Sportabzeichen-Treff in Deiner Nähe holen.

  1. Effizienter Schwimmen - Blick nach unten
    Richte Deinen Blick beim Kraulen immer nach unten. Das ist sehr wichtig, weil Du über die Blickrichtung den Kopf steuerst. Blickst Du nach unten, bleibt der Kopf gerade. Blickst Du stattdessen leicht nach vorne, geht der Kopf Richtung Nacken und Deine Wasserlage verschlechtert sich, weil die Füße absinken. Halte den Blick auch während der Rotation in der Schulter möglichst nach unten und drehe den Kopf nicht mit.

  2. Effizienter Schwimmen - Armzug bis zur Hüfte durchziehen
    Beim Kraulen sollten Deine Hände immer bist zum Oberschenkel durchgezogen werden. Umso länger Dein Armzug ist, desto mehr Vortrieb hast Du. Auch den letzten Teil des Armzuges solltest Du noch für den Vortrieb nutzen und keine Energie verschenken, weil Du den Arm zu früh aus dem Wasser nimmst.

  3. Effizienter Schwimmen - Keine Energie beim Beinschlag verschleudern
    Versuche Deine Beinbewegung beim Schwimmtraining zu minimieren. Viele Menschen versuchen nämlich, Ihre Beine besonders kraftvoll einzusetzen, um ein mögliches Defizit bei der Wasserlage auszugleichen. Eine minimierte Beinbewegung hilft Dir dagegen die Wasserlage zu verbessern und spart wertvolle Energie.

  4. Effizienter Schwimmen - Techniktraining langsam ausführen
    Auch fortgeschrittene Schwimmer sollten weiter an Ihrer Schwimmtechnik arbeiten. Dabei ist es aber wichtig, die Technikübungen bewusst langsam auszuführen. Du musst nicht bei jedem Training mit den schnelleren Schwimmern mithalten. Jeder hat seine eigenen Schwimmziele, deshalb ist es wichtig, dass Du Deine eigenen Ziele verfolgst, statt Dich mit anderen zu vergleichen. Außerdem hilft dir vielleicht der Gedanke daran, wie viel schneller Du erst sein wirst, wenn Deine Technik besser geworden ist.

  5. Effizienter Schwimmen - Erst die Technik, dann das Volumen
    Viel hilft bekanntlich nicht immer viel. Statt ständig Dein Trainingsvolumen auszuweiten, solltest Du mehr Zeit auf die Qualität Deines Schwimmtrainings verwenden. Mach Deine

Technikübungen immer zu Beginn des Trainings, wenn Du noch nicht zu erschöpft dafür bist. Um Deine Technik zu verbessern, brauchst Du volle Konzentration.


Tipps für alle Radfahrdisziplinen

Wichtig: Um ein optimales Trainings-Ergebnis zu erzielen raten wir Dir einen Sportabzeichen-Treff aufzusuchen und unter Anleitung eines erfahrenen Rarfahrtrainers zu trainieren, der einen auf die Feinheiten der Ausübung aufmerksam macht und so lange korrigiert, bis die Übungen sitzen. Hier wird Dir ein individueller Trainingsplan zusammengestellt, der auf Deine Leistung abgestimmt ist.

Wenn du mit dem regelmäßigen Rad fahren beginnst, ist es wichtig, dass du eine Trainingsintensität bestimmst, die deinem Fitnesslevel entspricht.

Es ist normalweise nicht schwer, die für dich passende Radfahrgeschwindigkeit herauszufinden. Ein typischer Anfängerfehler ist, am Anfang einer Einheit zu schnell zu fahren, um am Ende langsamer zu werden, da das Energieniveau abfällt. Wenn dir das bekannt vorkommt, solltest du vor allem in der ersten Hälfte der Einheit streng auf deine Herzfrequenz achten. Korrekt trainieren, um die Ausdauer zu steigern bedeutet, dass die Trainingsintensität während der Einheit konstant gehalten werden sollte. Die Intensität kann zum Ende hin sogar etwas ansteigen. Hierzu bekommst du bei einem Sportabzeichen-Treff genaue Anweisungen, die auf dein Fitnesslevel abgestimmt sind.

Wenn du schon für andere Sportarten ein Herzfrequenz-Messgerät benutzt hast, kannst du folgendermaßen entsprechende Herzfrequenz-Bereiche berechnen: beim Rad fahren sollte deine Herzfrequenz um ca. 10 Schläge niedriger als beim Laufen und um 15 Schläge niedriger als beim Skilanglauf sein. Dies liegt darin begründet, dass der Oberkörper beim Rad fahren nicht aktiv ist und daher nicht so viele Muskeln im Einsatz sind.

Beginne eine Trainingseinheit immer mit einem 10-15-minütigen Warm-up mit niedriger Geschwindigkeit, um deinen Körper langsam an intensiveres Training zu gewöhnen. Wenn du dich nach dem Aufwärmen ernergiegeladen fühlst, kannst du zum eigentlichen Training übergehen. Als Einsteiger solltest du einen gleichmäßigen Rhythmus als Ziel haben und harte oder lange Sprints vermeiden. Du solltest in der Lage sein, während des Trainings einen gleichmäßigen Rhythmus zu halten und zum Ende hin noch Energie übrig haben.

Trainieren bis zum Umfallen ist nicht zu empfehlen, da das deine Einsteiger-Fitness nicht verbessert und die Erholung von solch einem harten Training Tage dauern kann. Wenn deine Tour vorüber ist, solltest du das Tempo innerhalb von 10-15 Minuten drosseln, um die Erholung einzuleiten. Ein Strechting der Muskeln nach dem Training ist immer eine gute Idee, da die eintönige Bewegung des Rad fahrens die Geschmeidigkeit der Muskel schnell einschränken kann.

Auf unebenen Wegen, wenn du bergauf fährst, wird deine Herzfrequenz natürlich ansteigen, aber achte darauf, dass du nicht über deine anaerobe Schwelle hinaus (hier produziert dein Körper eine Menge Laktat) ansteigt. Wenn es doch dazu kommen sollte, trainierst du zu hart, und deine Ausdauer wird sich nicht optimal entwickeln – und die Ausdauer ist äußerst wichtig für einen Radfahrer.

Für die, die ihre aerobe Fitness verbessern möchten, werden mindestens 3 Trainingseinheiten pro Woche empfohlen. Nicht jedes Training muss unbedingt auf dem Rad erfolgen, andere Ausdauersportarten passen gut zum Rad fahren. Läufer können ebenfalls lange Läufe mit Radtouren ersetzen. Auf diese Weise wird die Belastung der Beine reduziert, während immer noch an der Ausdauer gearbeitet wird.

Wenn du dein wöchentliches Training planst, denke daran, dass sich harte und lockere Trainingstage abwechseln sollten, um die Leistung zu verbessern. Um die Leistung stetig weiter zu entwickeln, muss sich der Körper erst erholen, bevor er die nächste harte Einheit angehen kann. Ein übertrainierter Körper wird nicht fitter.

Quelle: DOSB-Tipps